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Hochwasser verhindern

Hochwasser verhindern

MdL Radlmeier informiert über Hochwasserschutz

Neufahrn. 120 Liter in weniger als 40 Minuten ergossen sich Ende Mai 2016 über die Gemeinde Neufahrn. Keller, Wohnräume und Stallungen wurden geflutet. Helmut Radlmeier, Stimmkreisabgeordneter für die Region Landshut, fragte nun bei Betroffenen nach, wie es ihnen seitdem ergangen ist. Die Besuche in Oberndorf und Winklsaß zeigten: Auch über ein Jahr danach sitzt der Schrecken noch tief.

Wie zahlreiche Gemeinden im Landkreis wurde auch Neufahrn Ende Mai 2016 von den Starkregenereignissen schwer getroffen. Kurz darauf hatte sich Helmut Radlmeier seiner Zeit in Winklsaß ein Bild von der Lage gemacht und sich im persönlichen Gespräch mit Finanzminister Dr. Markus Söder für unbürokratische Soforthilfen stark gemacht. Beim Besuch in Oberndorf und Winklsaß bestätigten die Anwohner dem Abgeordneten, dass die Hilfen damals schnell und unkompliziert ausgezahlt wurden. Auch das Zusammenspiel zwischen Gemeinde, Landratsamt und Freistaat habe gut funktioniert. „Solche Erfahrungswerte helfen andernorts bei vergleichbaren Ereignissen. Wer über Nacht vor einem Schaden von 100.000 Euro steht und sein Hab und Gut retten muss, sollte sich nicht mit bürokratischen Hürden rumschlagen müssen“, unterstrich Radlmeier.

„Als Stimmkreisabgeordneter ist es mir wichtig, solche tragischen Ereignisse nachhaltig zu begleiten. Klar ist, dass es keinen hundertprozentigen Schutz gegen die Naturgewalten geben kann. Allerdings müssen wir alles daran setzen, dass Schäden in diesem Ausmaß möglichst gar nicht erst entstehen. Der Freistaat steht deshalb den Kommunen bei Unterhalt und Ausbau der Gewässer dritter Ordnung nun noch besser zur Seite. So wird das Hochwasser-Audit, bei dem Risiken ermittelt werden, mit 75 Prozent gefördert. Außerdem wurde aktuell ein Sonderförderprogramm aufgelegt, das Gemeinden bei der Erarbeitung einer ganzheitlichen und langfristigen Strategie zum Sturzflutrisikomanagement unterstützt.

Mit dem neuen Sonderförderprogramm soll es den Kommunen ermöglicht werden, individuelle Konzepte zu erstellen, um sich gegen die Gefahren von Sturzfluten zu wappnen. Ziel des Sonderförderprogrammes ist es, die Hochwassergefahren nicht nur von kleinen Gewässern sondern auch von sogenanntem wild abfließendem Wasser in einer Kommune zu erkennen. Darauf aufbauend werden individuelle Handlungsmöglichkeiten und Schutzmaßnahmen für die Kommunen sowie für die Betroffenen vor Ort aufgezeigt. Nicht nur die klassischen Möglichkeiten des technischen Hochwasserschutzes, sondern auch Elemente wie die Hochwasservorsorge bei der Flächennutzung oder Bauleitplanung werden dabei beleuchtet. Der Fördersatz für das jeweils entwickelte kommunale Konzept beträgt 75 Prozent. Die maximale Zuwendung beträgt 150.000 Euro pro Kommune. Das neue Sonderprogramm ergänzt das bestehende Förderangebot zur ökologischen Gewässerbewirtschaftung und zum Hochwasserschutz an den Gewässern dritter Ordnung.“, informierte Radlmeier vor Ort.

Wie wichtig solche Maßnahmen sind, wurde auch in Winklsaß und Oberndorf wieder deutlich. Die materiellen Schäden sind zwar nahezu alle beseitigt. Auch haben viele die Zeit genutzt und ihre Häuser mit Hochwasserschutztüren, Rückstauverschlüssen oder verstärkten Kellerfenstern nachgerüstet. Aber die Angst, so etwas noch einmal zu erleben, sitzt tief: „Wenn es stark regnet, dann laufen wir alle schnell nach Hause“, war in Winklsaß zu hören.

 

Bild 1: Helmut Radlmeier (3.v.l.) informierte sich in der Kirche von Winklsaß, die aktuell trockengelegt wird. Sie war vom Hochwasser 2016 stark in Mitleidenschaft gezogen worden, nachdem sie wenige Jahre zuvor renoviert worden war.

Bild 2: In Oberndorf wurde der Bach ausgebaggert, damit das Wasser schneller aus dem Ort abfließen kann.

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