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VdK: „Der soziale Verband in unserer Gesellschaft“

VdK: „Der soziale Verband in unserer Gesellschaft“

Helmut Radlmeier im Gespräch mit dem VdK

Landshut. 13.000 – so viele Mitglieder zählt der VdK Landshut. Über ihre Anliegen tauschten sich Tanja Eigner, Kreisgeschäftsführerin der Verbände Landshut und Dingolfing-Landau, und Landshuts Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier aus. Dabei kamen Reformen im Bereich der Pflege sowie das Vorhaben, eine Außenstelle in Dingolfing zu eröffnen, zur Sprache.

„Mit bundesweit über 1,8 Millionen Mitgliedern ist der Sozialverband VdK die größte Selbsthilfe- Organisation für sozialbenachteiligte Menschen in Deutschland. Wir sind die Lobby und starke Unterstützung der Rentner, Menschen mit Behinderung, chronisch Kranken, Pflegebedürftigen und deren Angehörige, Familien, älteren Arbeitnehmern und Arbeitslosen“, erläuterte Kreisgeschäftsführerin Tanja Eigner das Selbstbild des VdKs.

„Wir beraten unsere Mitglieder in sozialrechtlichen Fragen, vertreten unsere Mitglieder gegenüber Sozialbehörden und vor dem Sozialgericht, informieren über Sozialpolitik und Sozialrecht und helfen mit Service-Angeboten bares Geld zu sparen“, schilderte Eigner die Leistungen des Sozialverbandes. Schon über 13.000 Mitglieder nähmen dieses Angebot in der Region Landshut in Anspruch. Pro Monat wachse der Kreisverband um rund 100 Neumitglieder.

Pflege verbessern

Zwei Hauptthemen des Verbandes seien die Rente und die Pflege. Es sei zwar gut, dass mit den letzten Reformen des Bundes die Pflegesätze erhöht wurden. Dennoch seien weitere Verbesserungen im Bereich der Pflege nötig, gab Eigner zu Bedenken. Dem pflichtete Radlmeier, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag bei: „Auch in der Region Landshut gibt es Bereiche, in denen man die Pflege noch weiter verbessern kann. Konkret ist ein weiterer Ausbau der Tages- und vor allem der Kurzzeitpflege notwendig.“

Radlmeier, selbst VdK-Mitglied und in der Christlich-Sozialen Arbeitnehmerschaft engagiert, lobte den Verband für seine Arbeit. Gerade die Unterstützung bei Behördengängen sei für viele Mitglieder enorm hilfreich. Der Abgeordnete hob ebenso die Bedeutung des Verbandes abseits der Politik hervor. Veranstaltungen zum Muttertag, Weihnachtsfeiern oder Ausflüge seien für den Zusammenhalt und das Miteinander enorm wichtig, wie Radlmeier aus eigenen Erfahrungen im Ortsverband in der Wolfgangsiedlung berichtete. „Die Mitglieder identifizieren sich mit dem VdK. Er ist und bleibt der soziale Verband in unserer Gesellschaft“, so Radlmeier.

Barrierefreiheit ausbauen

Die Verwurzelung des VdKs über seine 27 Ortsverbände in Stadt und Landkreis zahle sich aus, bestätigte Eigner. Neben der persönlichen und telefonischen Beratung biete der VdK auch Außensprechtage in den Gemeinden an, um den ganzen Landkreis abzudecken. Wegen der großen Nachfrage plane man, eine Außenstelle in Dingolfing aufzubauen. So erfahre man Probleme, etwa bei der Barrierefreiheit, aus erster Hand.

Bei Stadt-und Ortsbegehungen im letzten Jahr wurde großer Nachholbedarf festgestellt. „Man merkt, wo es noch hakt“, machte Eigner deutlich. „Absolute Mangelware“ seien barrierefreie Toiletten. Gerade die Landshuter Kernstadt und die Behörden seien oft nicht behindertengerecht.

Eine Feststellung, die Radlmeier bestätigen konnte. Der Freistaat habe den Verbesserungsbedarf erkannt. Als Ziel habe die Staatsregierung deshalb ausgegeben, Bayern bis 2023 im öffentlichen Raum und im Öffentlichen Personennahverkehr barrierefrei zu gestalten. Erfolge seien deutlich erkennbar. Gerade wurde etwa die Landshuter Neustadt barrierefrei umgestaltet, führte der Stadtrat aus. „Dank Hinweisen und dem Engagement von Verbänden wie dem VdK kommen wir dem großen Ziel der flächendeckenden Barrierefreiheit Schritt für Schritt näher“, hielt Radlmeier fest.

 

Bildunterschrift: Sozial- und pflegepolitische Themen standen im Mittelpunkt des Austausches zwischen Tanja Eigner, Kreisgeschäftsführerin des VdK Landshut, und Helmut Radlmeier, Stimmkreisabgeordneter für die Region Landshut.